Change. Mobilize. Communicate. Elevate 2010
„Music, Arts and Political Discourse“ lockten auch heuer wieder Besucher aus ganz Österreich und darüber hinaus zum Elevate Festival in Graz. Künstler und Aktivisten aus den verschiedensten Ländern der Welt nahmen an Podiumsdiskussionen teil, zeigten ihre Filme und sorgten natürlich für die richtigen Beats.
Eine Gruppe aus JPR-Studierenden, darunter meine Wenigkeit, begleitete dieses vielfältige Programm mit der Kamera und erstellte täglich Roundup Videos und Interviews. Zusammenarbeiten bzw. Erfahrungen sammeln durften wir mit Dean Puckett, einem britischen Dokumentarfilmer. Während des Festivals zeigte sich wiedermal, so banal es klingen mag, dass „Learning by Doing“ einfach die beste Methode ist um sich in eine Sache zu vertiefen. Im Gegensatz zu den Editor-Teams, die an ihre PCs gefesselt waren und in mühsamster Feinarbeit das beste aus dem Rohmaterial herausholten, waren wir Kamera-Teams immer auf den Beinen und bei verschiedensten Locations. Dadurch hatten wir es natürlich mit einer Vielfalt an Licht- und Tonverhältnissen zu tun, sicher eine optimale Erfahrung für den Umgang mit Kamera und Mikro. Nicht zu vergessen auch der Umgang mit Menschen, jemanden vor die Kamera zu kriegen erwies sich als schwieriger als erwartet.
Fazit: Ein beeindruckendes Festival, das den idealen Rahmen für Praxiserfahrung im Videojournalismus bildet. Tage, die geprägt haben und in Erinnerung bleiben werden.
Geschichten vom Anchorman
Es ist schon eine durchaus merkwürdige Situation, plötzlich den Menschen als Zuhörer zu haben, den man für gewöhnlich in wohliger Anonymität am Fernsehschirm beobachtet. Zusammen mit tausenden anderen Zusehern.
Mein Publikum beschränkte sich an jenem Tag zwar auf gut 25 Studienkollegen plus besagte TV-Persönlichkeit, aber auf jeden Fall nahm ich es als Privileg wahr, für einige Minuten die Aufmerksamkeit eines Zeit im Bild-Moderators zu haben.
Zwei Tage lang kamen wir von JPR09 in den Genuss, von ZIB-Moderator Gerald Groß zu lernen, mit ihm zu diskutieren, analysieren und in verschiedensten Übungen zu moderieren, präsentieren und interviewen. Kritisch auseinander genommen wurde nicht nur die ZIB, sondern auch die Performance von Studienkollegen vor Publikum und Kamera. Das gemeinsame, interaktive Erarbeiten von Inhalten im Gegensatz zu One-Way Frontalvorträgen erwies sich in diesen zwei Tagen als sehr ertragreich und auch unterhaltsam.
Von „was mache ich eigentlich mit meinen Händen wenn ich moderiere?“, bis „wie ist es eigentlich am elften September 2001 in der ZIB-Redaktion zugegangen?“ – durch und durch anregend, interessant und hilfreich.
Als Draufgabe beehrt noch dieses Semester Groß-Kollege Tarek Leitner unseren Studiengang, um uns tiefer in die Materie der Moderation einzuführen. Man darf gespannt sein.
Übrigens, sehr empfehlenswert: „Wir kommunizieren uns zu Tode“ von Gerald Groß. Regt garantiert zum Nachdenken an.
Die Welt steht Kopf – FlashForward
Montag, 20 Uhr 15. Während in ORF 2 Schmähtantler Armin Assinger mit der altbewährten Millionenshow durchstartet, bietet der Serienabend in ORF 1 Neues (Pro 7 ist mit von der Partie). Mit der Pilotfolge von FlashForward startet eine vielversprechende Mischung aus Science-Fiction, Drama und Thriller – ganz im Stile von Lost.
Die gesamte Weltbevölkerung ist für genau zwei Minuten und 17 Sekunden bewusstlos. Weltweit sterben millionen Menschen bei Autounfällen, Flugzeugabstürzen oder bei alltäglichen Freizeitaktivitäten. Sobald sie ihr Bewusstsein wiedererlangen, finden sie sich in apokalyptischen Zuständen wieder. Es herrscht Chaos und Verwirrtheit.
Mittelpunkt der Story ist der FBI-Agent Mark Benford, verkörpert von Joseph Fiennes (unter anderem stellte er in Luther Martin Luther dar). So wie alle anderen Menschen hat auch er während seines Blackouts eine Zukunftsvision, in der er sich in einer brandheißen Situation einer Ermittlung wiederfindet. Und zwar in der Ermittlung betreffend den kollektiven Verlust des Bewusstseins der Weltbevölkerung.
Die Story klingt vielsprechend und wurde von vielen Zusehern mit Spannung erwartet. Spannung wurde auf jeden Fall auch geboten, das Konzept ist ähnlich dem von Lost & Co. . Ständig werden neue Fragen aufgeworfen und das Netz wird weitergesponnen. Der altbewährte Bann der Neugierde auf Fortsetzung wird geschickt aufrechterhalten. Die Verschmelzung von Action, Thrill, Emotion und einer Note trockenem Humor deckt einen breiten Geschmack ab.
Auch wenn die Serie gut gemacht ist (Oder um es besser auszudrücken, gut für dieses Genre), bleibt die Frage offen ob sie sich auch längerfristig durchsetzen wird. Die Pilotfolge mag durchaus gelungen sein, der Schluss gab einen schönen Anreiz beim nächsten mal wieder einzuschalten, nur wie lange es gelingt die Story spannend zu halten, ist die andere Frage.
Eine Chilischote als Nagel im ORF Sarg
19.20- 20.00 Uhr. Gute Sendezeit? Vermutlich schon. Daher wird diese Zeit auch mit kostbarem Material gefüllt. Denn was ist wichtiger für einen öffentlich-rechtlichen Sender, als ein ausgiebiges Society Magazin?
In Anbetracht der umfassenden Berichterstattung der letzten Tage und Wochen scheint es mir schon fast überflüssig mich überhaupt über Dominic Heinzl und Chili zu mokieren. Oder besser gesagt über die Tatsache, dass der ORF ein solches Format überhaupt ins Programm nimmt. Dominic Heinzl macht auf seinem Gebiet sicher einen guten Job, nur sollte sein Gebiet nicht der ORF sein. Besonders traurig, dass man auf ein solches Format setzt um aus dem Quotentief zu kommen. Naja aber mit Eigenformaten hat’s ja schon immer gut funktioniert. Und vor allem mit einer Koryphäe wie Dominc Heinzl kann ja nichts schief gehen. Böse Zungen sprechen ja schon vom „Retter des ORF“.
Kann man den ORF tatsächlich mit niveaulosen Promi-Klatsch retten? Ist Richard Lugner die Verkörperung unserer voyeuristischen Interessen? Der Ärmste wird nun doch nicht von Katie Price zum Opernball begleitet. Hui, gut das ich gerade Chili TV gesehen habe, sonst wäre mir diese kostbare Information tatsächlich entgangen.
Interessant zu dem Punkt war der Chat mit Dominic Heinzl auf „DerStandard.at“ . Da stellte ein User die berechtigte Frage: „Was ist an Society-Berichterstattung öffentlich-rechtlich?“ Heinzl darauf: „Es ist eine Form guter Unterhaltung und Unterhaltung ist im öffentlich-rechtlichen wohl zulässig“. Das ist sie auf jeden Fall. Gute Unterhaltung. Über gute Unterhaltung lässt sich offensichtlich streiten.
Weihnachtsgedanken
Weihnachtszeit ist Fernsehzeit. Und da darf natürlich eine gewaltige Portion Kitsch und anspruchslose Unterhaltung nicht fehlen. Der ORF räumt dann alljährlich seine alte Weihnachtskiste vom Dachboden und packt das klassische Weihnachtsprogramm aus. Unter anderem ist auch heuer der Inbegriff des trashigen 90′s Kultfilm wieder dabei: „Kevin allein zu Haus“. Ein Meilenstein der Filmgeschichte. Über das Niveau des Films lässt sich streiten, seine Popularität jedoch lässt sich nicht leugnen. Die Komödie zum Zurücklehnen darf zu Weihnachten genauso wenig fehlen wie kalorienreiche Kekse, ein Baum im Wohnzimmer und Stress und Streit in der Familie. Qualität hin oder her, dieser Film ist Pflicht. Eine nostalgische Reise in die 90er, für Menschen meiner Generation herrliche Kindheitserinnerungen.
Ob man das Weihnachtsprogramm zum Kotzen findet oder nicht, genau diese Form von Unterhaltung wünscht sich die breite Masse. Laut einer Umfrage in Deutschland werden Spielfilme bevorzugt angesehen. Und in der vermeintlich besinnlichen Zeit wünscht man sich natürlich seichte Feel-Good-Movies, die das in Punsch schwimmende Gehirn nicht zu sehr beanspruchen. Da ist für jeden was dabei, ob man eine Liebe für trashigen Kult hat oder einfach nur schlechten Geschmack.
Na dann, fröhlich (be)sinn(ungs)(lose)(liche) Weihnachten!
Fernsehen (noch) führend in Österreich
Vor einigen Tagen erschien im „Standard“ eine Umfrage, die dem Medium Fernsehen in Österreich weiterhin die führende Position zuschreibt. Für 86% der Österreicher ist Fernsehen nach wie vor sehr wichtig und erste Anlaufstelle um sich über aktuelles Weltgeschehen zu informieren.
Interessant natürlich auch wieder die Postings im Anschluss an den betreffenden Artikel auf „derstandard.at“. Ein wildes Gefecht zwischen Fernsehliebhabern und Web- Fanatikern. Während die einen der Ansicht sind, dass das Medium Fernsehen niemals aussterben wird, stellt sich ein Leser die Frage: „Wer braucht denn noch Fernsehsender, wenn er sich sein persönliches Programm jederzeit online ansehen kann?“ Tja, da hat er doch recht könnte man meinen. Und noch dazu wer soll für Fernsehen bezahlen wenn er sich doch alles selbst im Web zusammenstückeln kann?
Die Blütezeiten des Fernsehens sind zweifelsohne vorbei. Die Monopolstellung von Fernsehen gibt es nicht mehr. Man denke nur an so klassische Beispiele wie die Mondlandung 1969. Milliarden Menschen weltweit haben dieses Ereignis im Fernsehen mitverfolgt. Mit Familie und Freunden vor dem Fernseher zu sitzen war ein Ereignis. Doch der Fernseher als Fenster zur Welt hat ausgedient. Beispiel aus heutiger Zeit: Die Inauguration von Barack Obama wurde von mindestenes gleich vielen Menschen Online angesehen wie von Menschen die vor dem Fernseher saßen. Mediale Großereignisse sind nicht mehr unbedingt Fernsehgroßereignisse.
Doch kann man sich sein Programm einfach so selber zusammenstellen? Ist es möglich selbstständig innerhalb der immer größer werdenden Informationsflut Orientierung zu finden? Meine Antwort: Nein. Der Mensch braucht eine Orientierung und eine (annähernd) objektive Aufbereitung relevanter Themen. Ob man das im ORF findet ist wieder eine andere Frage. Nach neuesten Analysen fällt der Informationsgehalt im ORF doch relativ schmal aus.
Abgesehen von Informationsbeschaffung, Bildung und Orientierung ist Fernsehen ein Kultmedium das nicht so einfach aussterben wird. Trotz verstärkter Interaktivität aller Medien, gemütlich vor dem Fernseher sitzen und sich informieren oder unterhalten lassen, hat einfach das gewisse Etwas. Welche Mischformen und Auswüchse es in den nächsten Jahren auch geben wird, das Grundkonzept des Fernsehens wird sich halten.
Klimakonferenz? Nicht im ORF
Gestern fiel in Kopenhagen der Startschuss für die UN- Klimakonferenz . Seit Wochen beziehungsweise Monaten wird in sämtlichen Medien darüber berichtet. Diese Konferenz scheint epochale Ausmaße anzunehmen, zumindest was die hoch gesteckten Erwartungen und das große „BlaBlaBla“ der Politiker betrifft. Was sie an Ergebnissen liefern wird, ist mehr als fragwürdig. Auch ob sich das Bewusstsein der realitätsverweigernden Menschen ändert, wage ich in Frage zu stellen.
Während „Der Standard“ am Wochenende dem Klimagipfel eine umfassende, facettenreiche Schwerpunktausgabe widmet, findet sich im Fernsehen, bzw. im ORF, gar nichts. Weder gestern noch heute irgendwas (abgesehen von gewöhnlicher ZIB- Berichterstattung etc.). Stattdessen kramt der ORF am Feiertag (!) uralte Kitsch-Schinken hervor. Will uns der ORF noch blinder machen als wir schon sind? Kommt man einem „Bildungsauftrag“ am besten mit „101 Dalmatiner“ nach? Statt den Menschen ein Bewusstsein für den Patienten Klima zu schaffen, bietet man anscheinend lieber seichte Unterhaltung, die zum Hirn ausschalten anregt. Dass der (kritische) Umgang mit diesem Thema nicht nur aus Dokus und Diskussionen bestehen muss, bestätigt folgendes Video. Ein vier- minütiges Comeback der „Sendung ohne Namen“, in Auftrag gegeben von Greenpeace. Im ORF vermutlich leider nicht zu sehen.
Leider hat sich der ORF von dieser großartigen Sendung verabschiedet. Aber genau diesen Umgang mit brisanten Themen vermisse ich. Der pure Informationsgehalt über den Klimagipfel mag vielleicht gegeben sein. Tiefergreifendes Material, das zu einer kritischen Ausseinandersetzung anregt und ein Bewusstsein über den Klimawandel schafft, fehlt jedoch. Orientierung muss man sich anscheinend durch andere Medien verschaffen…
Eine Parodie als Abbild der Realität
Vorigen Donnerstag waren die allseits bekannten TV Köche Andi und Alex (Frisch gekocht mit Andi und Alex, ORF2) zu Gast in Willkommen Österreich. Diese Gäste waren für mich Grund genug den Fernseher einzuschalten. Zum einen schon aufgrund der Tatsache, dass Stermann und Grissemann die TV Köche einfach genial parodieren.
Zum anderen, weil ich wirklich gespannt war, wie sich die Kasperlköche in Atmosphäre einer geistreichen, alternativen Late- Night- Show geben würden. Denn seit ich die Kochsendung zum ersten mal gesehen habe, drängt sich mir die Frage auf: Wollen diese Typen ernsthaft eine Kochsendung machen, oder inszenieren sie ein brillant subtiles Comedy Format getarnt als Kochsendung? Oder betreiben die 2 abgeschleckten Exzentriker, die daherkommen als hätten sie eine Menge Magic Mushrooms in ihren Kochtöpfen, einfach nur wirksame PR? Man weiß es nicht, welch „genialer“ Strategie der ORF hier folgt. Fest steht, dass Andi und Alex gute Quoten erzielen und sich zu Kultfiguren entwickeln.
Auf jeden Fall saßen die beiden dann vor Stermann und Grissemann und brachten mich zu dem Schluss: Entweder sie sind geniale Schauspieler oder haben einfach nur einen gewaltigen Dachschaden und einen etwas eingeengten Horizont. Nach erfolgter Konversation zwischen Gästen und Gastgeber fühlte ich mich in meiner zweiten Vermutung bestätigt. Wenn man die beiden so reden hört, möchte man gar nicht glauben, dass man das noch parodieren kann. Das Gespräch hatte zwar nicht den erfrischend, geistreichen Witz, den man von Willkommen Österreich gewohnt ist, aber dennoch interessant zu beobachten wie sich die Parodie bestätigt.
Ein seltsames Paar. Nichts desto trotz ein erfolgreiches Paar. Für mich mehr als TV-Köche. Faszinierende Akrobaten der Lächerlichkeit mit fesselndem Unterhaltungswert.
viva la telenovela?
Als ich vorige Woche das Fernsehprogramm überflog machte ich eine überaus überraschende Entdeckung: ORF1 bietet uns ab sofort um 18 Uhr eine weitere geistreiche Telenovela an! Welch eine Bereicherung, genau das brauchen wir. Man kann ja nie genug haben von solch brillanten Formaten! Sollte es bisher noch nicht durchgedrungen sein, ja mein Freudentaumel ist von sarkastischer Natur. Mit ,,Eine wie Keine“ verschwendet der ORF weitere kostbare Sendezeit mit absolut unerträglichem Kitsch-Müll (Fans mögen es mir verzeihen). Neben ,,Anna und die Liebe“ , ,,Alisa- Folge deinem Herzen“ und ,,Sturm der Liebe“ (sowit ich sie im Blick habe), haben wir nun eine weitere Möglichkeit uns der scheinbar mit hohem Suchtpotenzial versehenen Verblödung hinzugeben.
Wie der ORF diesen glorreichen Auftakt selbst ankündigt:
,,Mit der neuen Daily Soap „Eine wie keine“ startet im ORF-Vorabend eine bezaubernde Aschenputtelstory rund um eine junge Frau, die sich mit Mut, Ausdauer und Charme durchs Leben kämpft.“(orf.at)
Eine bezaubernde Aschenputtelstory. Wie nett. Was dieser absolute Mist im Abendprogramm zu suchen hat verstehe ich ebensowenig wie den unglaublichen Quotenerfolg dieser Serien. Eben das berühmte ,,Ja eigentlich ist es e Blödsinn aber ich hab einmal damit angefangen und jetzt kann ich nicht mehr damit aufhören“. Dieses einfache Erfolgskonzept zieht scheinbar. Und zu meinem Unverständnis finden sich Zuseher in allen Geselschaftsschichten und Altersgruppen. Ich wollte es gar nicht glauben, als mir mein 14- jähriger Cousin erzählte er verpasse keine Folge von ,,Anna und die Liebe“. Man ist sich großteils bewusst welch seichtes Niveau man betritt und belächelt die Naivität der Handlung eigentlich, trotzdem genießt man es und kann schwer damit aufhören der Serie zu folgen. Ein äußerst seltsames Phänomen…
Durchaus interessant wiederum fand ich, dass der aus Lateinamerika stammenden Telenovela ebendort große gesellschaftliche Auswirkungen angerechnet werden, etwa Gesundheitsaufklärung oder Emanzipation. Dazu zum Abschluss ein interessantes Zitat der Journalistin Melanie Ruprecht (auf der oben verlinkten Wikipedia Seite zu finden)
„Der größte Fehler besteht darin, dieses Format als lächerlich oder seicht abzutun. In lateinamerikanischen Ländern spielt es eine wichtige Rolle und hat eine bedeutende gesellschaftliche Funktion inne. Verliebt in Berlin hingegen wird allenfalls zwei neue Schlagerstars hervorbringen.“
Na dann…Viva la Telenovela ![]()
Empfindliches Thema wieder mal aufgewärmt
In diesen Tagen gingen wieder mal die Wogen hoch zum Thema Migrationspolitik in Österreich. Die Causa Arigona führte zu heftigen Debatten in der Bevölkerung, welche von sämtlichen Medien tatkräftig unterstützt wurden. Es ist direkt widerlich zu beobachten, wie sich die Öffentlichkeit über das Schicksal dieser Familie hermacht. Und was in aller Munde ist, darf natürlich auch heute bei ,,Im Zentrum“ nicht fehlen. Über die Fragen ,,Wie viel Migration braucht Österreich“ ,,Und wie soll sie geregelt werden“ wird heute bei Ingrid Thurnher diskutiert. Sicher ein Thema das in Österreich reichlich Gesprächsstoff liefert. Sicher auch ein enorm wichtiges Thema mit reichlich Handlungsbedarf. Jedoch ist es meiner Meinung nach erstens etwas unsensibel diese Debatte auf Basis eines tragischen Einzelschicksals wieder zu entfachen. Und zweitens kann man die Erwartungen an eine seriöse Behandlung dieses empfindlichen Themas mit einem Gast namens H.C. Strache ziemlich runterschrauben. Aber man setzt eben lieber einen populistischen Rabauken als Publikumsmagnet ein, als das Risiko einzugehen, mit ,,langweiligen“ Gästen den erhitzten Gemütern von uns xenophoben Österreichern nicht genug Material zu liefern. Zugegeben, auch ich werds mir trotzdem ansehen. Zumal Frau Thurnher einfach eine Bereicherung für solche Debatten ist und es versteht Gespräche in die richtige Richtung zu bringen. Und -ja- weil es eben interessant ist Herrn Straches ,,amüsanten“ Ausführungen zu folgen. Auch wenn mir eine niveauvollerer Annäherung an dieses Thema lieber wäre, bin ich dennoch gespannt wo das heute hinführt..man darf gespannt sein 22.00 ORF2
